Problemstellung - SHG Schlafapnoe Frankfurt /Main

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Problemstellung


In vielen Schlafzimmern gehört es zum Alltag und nicht selten führt es in mancher Beziehung zu einer Zerreißprobe. Das Schnarchen des Partners.
 
In den Köpfen vieler, besonders älterer  Ehepaare, wird diese allnächtliche Lärmbelästigung als nicht abzuändernde Tatsache verarbeitet und zum Teil  über Jahre und Jahrzehnte erduldet.
 
Doch  Schnarchen ist nicht der Ausdruck gesunder,  unverwechselbarer und urwüchsiger Männlichkeit, zumal nicht wenige Frauen ebenfalls schnarchen, sondern es kann ein unüberhörbares Symptom für eine sehr  ernstzunehmende Krankheit sein.
 
Unabhängig  von dem nervtötenden Geräusch kann es unter Umständen  sogar zu gesundheitsschädlichen oder gar  lebensbedrohenden Zuständen kommen. Dann nämlich, wenn  zwischendurch eine, für den Partner erlösende, Stille eintritt, die durch einen vorübergehenden Atemstillstand hervorgerufen wurde. Anzahl und  zeitlicher Umfang dieser Atemstillstände sind bei den  Betroffenen individuell unterschiedlich. Eines jedoch  haben sie alle gemein, egal ob der Atemstillstand  wenige Sekunden oder bis zu drei Minuten! andauert, die  Sauerstoffversorgung des Körpers und insbesondere des Gehirns wird unterbrochen. Eine dauerhafte Schädigung von Hirnzellen kann die Folge sein.

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Auf  Dauer bleiben die atemlosen Zustände nicht ohne Folgen.  Betroffene erwachen in der Nacht - meist unbewusst -  immer wieder unvermittelt aus dem Schlaf, sind am nächsten Morgen nicht ausgeruht, sondern fühlen sich  'gerädert'. Tagesmüdigkeit ist oftmals die Folge. Nicht  selten kommt es daher zu Unfällen, deren Auslöser der sogenannte 'Sekundenschlaf' ist.
 
Was ist Schlafapnoe ?
 
Windstille nannten die alten Griechen 'apnoia'. Heute  bezeichnen die Ärzte mit Schlafapnoe jenen krankhaften  Zustand, wenn plötzlich der Atem stillsteht.
 
Man unterteilt die Schlafapnoe in 3 Formen:
 

1. Obstruktive Apnoe
 
Beim Einatmen wird Luft in die Lungen gesaugt (Abb.1) Bei einer obstruktiven Apnoe verschliesst sich während des Einatmens  der Rachen durch eine übermässige Erschlaffung der Schlund- und  Mundbodenmuskulatur und durch einen  erhöhten Gewebsdruck von aussen (Abb.2). Somit gelangt keine frische und  sauerstoffreiche Luft in die Lunge, und  der Patient droht zu ersticken. Der  Patient erstickt aber nicht, weil das  Gehirn auf die Atemsignale reagiert. Der  Sauerstoffmangel im Blut und die Verminderung des Herzschlages stellen  eine   Bedrohung für den Menschen dar und bewirken eine Überlebensreaktion : der Kranke schreckt auf,  ohne richtig  wach zu werden, holt mit einem lauten Schnarcher Luft und beginnt wieder zu atmen  (die Sauerstoffsättigung im Blut sowie der  Herzschlag normalisieren sich). Aber nur  bis zur nächsten Atempause. Das  regelmässige Schnarchen ist Ausdruck einer  unvollständigen Obstruktion. Das laute  regelmässige Schnarchen stellt ein erhöhtes  Risiko dar, später an der obstruktiven  Apnoe zu erkranken.
 
2. Zentrale Apnoe

Nicht so häufig hingegen ist die zentrale  Apnoe. Hierbei vergisst das Gehirn,  während des Schlafens die Atmung  aufrecht zu erhalten. Es kommt zu einem  Atemstillstand. Die Apnoephasen werden ebenfalls durch ein reflexartiges  Aufschrecken, in der Fachsprache 'Arousal' genannt, beendet.
 
3. Gemischte Apnoe
 
Doch die meisten Patienten, die im Schlafmedizinischen Labor des Krankenhauses untersucht werden, haben eine gemischte Apnoe. Bei der gemischten Apnoe bestehen zentrale und obstruktive Apnoeformen nebeneinander. Durch den Abfall des Sauerstoffgehaltes im Blut und der Herzfrequenz entsteht eine Streßsituation im  Schlaf. Ohne Therapie führt diese Streßsituation zu Folgeerkrankungen wie  Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und anderen.

Definition der Schlafapnoe: Dem Schlafapnoiker bleibt mindestens 10 mal während einer Schlafstunde für 10 Sekunden oder länger die Luft weg. Solche  Erstickungsanfälle können bis zu 600 mal pro Nacht auftreten.
 

4. Definition und Struktur
 
Der gesunde Schlaf wird in der Medizin in verschiedene Schlafstadien eingeteilt, in  die:
 
    -  Wachphase
    -  REM-Phase (REM = rapid eye movement = schnelle Augenbewegung,Traumphase)
    -  NREM-Phasen (NON-REM-Phasen)
    -  Einschlafphase (1)
    -  Leichtschlafphase (2)
    - Tiefschlafphasen (3) und (4)
 
Für einen erholsamen Schlaf muss der Schläfer diese Schlafstadien (REM, Stadien 1  - 4) mindestens 4 mal in der Nacht durchlaufen.
 
In der Tiefschlafphase erholt sich der Körper, in der Traumphase werden die  Erlebnisse des Tages geistig und seelisch verarbeitet. Durch die bei der Schlafapnoe  auftretenden Erstickungsanfälle wird der Rhythmus diese Schlafphasen zerstört. Der  Schlafapnoiker kann nicht mehr erholsam schlafen, er verbringt bis zu 80% der  Nacht in einem oberflächlichen Schlaf und nur 10 - 20% der Nacht in den  notwendigen Tiefschlafphasen (3),(4) und in der Traumphase (REM-Phase).


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